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  1. Q

Qua

Quaajker m. Südlausitz `Bergfink (Fringilla montifringilla)´, auch Finknquaajker Hainewalde od. Bargfinke f. Lautf.: Quäker.

Quaal siehe Qual!

Quaanl m. `Quendel, Feldthymian, wilder Thymian (Thymus pulegioides)´, wurde seines würzigen Geruches u. seiner Heilkraft wegen zur Bereitung von Kräuterkissen, Tee u. Schnaps verwendet u. gern dem Badewasser zugesetzt. Lautf.: Quänl.

Quaatsch m. `klatschender Aufschlag´; ´s machte ann Quaatsch. Lautf.: Bihms Koarle Quoaatsch.

Quaatscherch m. dass. wie Quaatsch.

quaatscherch Adj. dass. wie quaatschlch.

quaatschlch Adj. °ZI Ebersbach, Cunewalde 1. `klitschig, breiig, ein schmatzendes Geräusch hervorbringend (beim Hineintreten)´. - 2. `weich, mollig´ (Körper eines Kleinkindes); de Armchl und Beenl senn quaatschlch und gesund. Lautf.: quatschlch (kurzes a) Neusorge.

quaatschnd Adj. Lawalde dass. wie quaatschlch; a klee quaatschndes Wasn.

quaatschln swv. Obercunnersdorf dass. wie quaatschn 3; durch de Zinn durchquaatschln.

quaatschn swv. 1a. um Weißwasser `in hohen Tönen laut weinen´. - b. Hinterhermsdorf `jammern, barmen´. - 2. `quietschen (bei Türen)´; de Hoalletiere quaatscht. - 3. `ein klatschendes, schmatzendes Geräusch hervorbringen (beim Treten in eine dickflüssige Masse), quellen´; de Poappe quaatscht mer durch de Zinn; de Jauche quaatscht mer zwischn Zinn rim; de Wurscht quaatschte aus´n Lader; deine Schicher quaatschn aber! Lautf.: quatschn (kurzes a) West- u. Ostlausitz, quätschn (gedehntes ä) Hintere Sächsische Schweiz.

Quacke siehe Quecke!

Quahle f. veralt. bes. Westlausitz `(schmales, leinenes) Handtuch; Zierhandtuch´.

Quäker siehe Quaajker!

Quakerch (gedehntes a) 1. `Frosch´. - 2. `Person, die quakt´.

Qual (gedehntes a) m. Obercunnersdorf, °ZI Ebersbach, Jonsdorf, °NOL Königshain, Schlesien, Pl. Qualer Mückenhain `Quell, Quelle´; aus´n Qual trinkn; bis zun Qualle is ne mih weit. Auch Burn. Lautf.: Quall.

qualln swv. Obercunnersdorf, Bihms Koarle `quellen´; aus´n Kuppe toatn de Oogn rausqualln.

Quängelei f. `Drängelei, Bedrängung´.

Quänglch m. `Pers., die mit weinerlicher Stimme od. widerlichem Tone über Kleinigkeiten klagt, unruhiges Kind, Quälgeist´.

quänglch Adj. bes. Ostlausitz `nörgelnd, nerventötend, aufdringlich, unleidlich´. Lautf.: quänglich.

quängln swv. `zwingen´. 1. ganze Oberlausitz `immer wieder (zumeist in weinerlichem) Ton um etw. bitten, jmdn. mit Wünschen od. Fragen bedrängen, quälen, nötigen, nerven´. Siehe auch queiern! - 2. Bretnig `dauernd zur Tür hinaus- u. hereingehen´. - 3. `sich hindurchzwängen, hindurchdrängeln´; durchquängln, zusoammquängln `zusammendrängen´.

quängn ( kurzes ä) swv. 1. `zwängen, eng sein, drücken, klemmen, einengen, quetschen ´; de Tiere quängt; de Saajge quängt, se hoat zu winnk Schrank; ihr quängt miech a de Ecke. - 2. Bihms Koarle `jmdn. bedrücken, bedrängen, belästigen´; quängt miech ne su!

Quanl siehe Quaanl!

Quantn Pl. umg. `unförmiges, derbes Schuhwerk; große plumpe Füße´.

quar Adv. `quer´; quar rieber gihn.

Quarbäte Pl. in der Wendung ieber zahn Quarbäte `aus weiter Entfernung´; doaas sah´ch ieber siebm od. zahn Quarbäte.

Quarbeene Pl. in der Wendung Quarbeene machn 1. Ohorn, Nieder Neundorf `sich widersetzen´ - 2. Särichen `den Weg abkürzen, quer laufen´.

Quare (gedehntes a) f. `Lage, Richtung quer zu etw.´; enn a de Quare kumm `jmds. Pläne od. Absichten als störend empfinden; jmdm. hinderlich in den Weg kommen´; RA aus der Weberei: Immer dr Quare rieber, doaaß dr Länge woaas fartch wird `immer feste arbeiten´. Siehe auch derquare!

Quargl (kurzes a) n. Pl. Quargl od. Quarge `länglicher, fingerähnlicher Weichkäse (Sauermilchkäse); Leichenfinger´; glei nabm dr Harchtunne stund a Toop mit Quargln; Quarglkase Obercunnersdorf, °ZI Ebersbach, Kasequargl. Wenn dr Quarglkase gutt senn sull, muss´r loofm.

Quargl (kurzes a) n. `unruhiger Säugling, lebhaftes Kind´; se rufftn doaas kleene Quargl Bruno.

Quarglch (kurzes a) m. 1. `unruhiger Säugling, lebhaftes Kind´. - 2. `alter, mürrischer Mann; Nörgler, Querkopf´. Lautf.: Quärglch.

quarglch Adj. `nörglig, mürrisch, unleidlich´. Lautf.: quärglch.

Quarglhäusl n. veralt. `zweistöckiges, mit kurzgeschnittenem Stroh ausgelegtes Holzleistengestell zum Trocknen von Quarkkäse´. Es war von einem engmaschigen Drahtgewebe od. grober Leinwand umgeben u. wurde an der Außenwand des Bauernhauses aufgehängt, auch Kasehäusl.

Quarglkase m. siehe Quargl! 

Quarglkupp m. dass. wie Quarglsaak!

quargln swv. 1. `lebhaft, unruhig, andere Personen behindernd umherlaufen (bes. Kinder u. Tiere); de Schwiegermutter quarglt oa oalln drinnerim, an Waaje rimquargln, auch quirgln. - 2a. `nörgeln, herummeckern, kleinliche Einwände haben´. - b. `unablässig bitten u. betteln´.

Quarglsaak (kurzes a in 1.Silbe) m. `(alte), mürrische männl. Person; Nörgler´. Lautf.: Quarglsack.

Quarglwind (kurzes a) siehe Quirglwind!

Quarkupp m. `Querkopf: Pers., die sich gegen die Meinung der Mehrheit stellt´; dar Quarkupp koann soin, woaas´r will, griene is abm griene. Lautf.: Quarkoop Reichenau bei Zittau, Quarkopp.

quarlaatsch Adj. `sehr schief, ungleichmäßig´; anne quarlaatsche Zeile `eine schiefe Heureihe´. Lautf.: quarlätsch Neugersdorf, Eibau.

quärrn siehe quoarrn!

Quarsaak m. 1. veralt. Weifa `Quersack: langer Tragesack aus grobem Leinen, der über die Schulter gelegt wird und zum Teil auf den Rücken und zum anderen Teil auf die Brust hinabhängt´. Er diente Heimarbeitern, Handwerkern und Hausierern zum Transport von Waren. - 2. übertr. `Pers., die quer treibt´. Lautf.: Quarsack Ohorn, Steina, Oberlichtenau.

Quarwaajg m. `Querweg: Weg weit außerhalb des Dorfes, der quer über die Streifen (Hufen) der Bauern führt und die Verbindung zu anderen Fluren ermöglicht´.

Quarx (kurzes a) siehe Querx!

Quastl (kurzes a) n. Dim. von Quoaste `kleine Quaste´. 1a. `Bummel, Troddel´. - b. Bihms Koarle, Cunewalde, Wittgendorf `Halsschleife, Halstuch, Haarschleife´; brauchst´s Quastl oack noa imbinn; is Vierhemdl und a Quastl hoat´n de Frooe uff de Komode gelät. - c. Cunewalde, Bihms Koarle `Schlips, Fliege am Hals´. - d. Burkau `aus Fäden hergestellte Verzierung´. - 2. Bihms Koarle `kleiner, fester Kopf Salat´; Soaloatequastl, a Quastl Kraut.

quästn siehe questn!

Quatschche (kurzes a) f. selt. bes. Westlausitz 1. `Zwetsche, Zwetschge: kleine wildwachsende Pflaume mit kugeligen Früchten (Prunus insititia J.)´. Siehe auch Grieschl, Krichlitze u. Krichl! - 2. `Ohrfeige´. Lautf.: Quatschke, Quatsche Steina, Oberlichtenau, Quetschke Peickwitz.

quatschn (kurzes a) swv. Westlausitz `ohrfeigen´.

quätschn (gedehntes ä) siehe quaatschn!

Que

Quecke f. `Quecke, Grasart (Agriopyrum repens P.B.), die als lästiges Acker- u. Gartenunkraut gefürchtet ist´. Lautf.: Quacke.

Quee n. Obercunnersdorf `Hindernis´, in der Wendung: enn a Quee reimachn `jmdm. einen Strich durch die Rechnung machen, jmdm. etw. vereiteln´. Lautf.: Quee-um Neugersdorf, Oderwitz.

Quee-um n.siehe Quee!

queiern swv. `quälen´ 1. `jmdn. immer wieder um etw. bitten, mit Wünschen bedrängen´; tu miech ne egoalfurt queiern. - 2. `quälen, peinigen, schikanieren´; miech queiert a Foarz.

Queiker m. Burkau, Bühlau `etw., womit man zwicken, zukneifen kann (Zange, Pinzette)´.

queikn swv. nwSüdlausitz, sWestlausitz `kneifen, zwicken´. Lautf.: zweikn.

Quenglch siehe Quänglch!

quengln siehe quängln!

quengn (kurzes e) siehe quängn!

quergln (kurzes e) siehe quirgln u. quargln!

Querglwind siehe Quirglwind!

Querx (kurzes e) m. Südlausitz, Eigenscher Kreis, verstr. Ostlausitz `Zwerg´; in der Oberlaus. Sage ein extrem kleines Männchen, das in der Gemeinschaft mit vielen anderen unter der Erde u. im Inneren von Bergen Schätze schürft, die hartherzigen Menschen straft und die warmherzigen beschenkt. Die Querxe können sich mit Hilfe ihrer Nebelkappe unsichtbar machen, mögen kein Kümmelbrot und kein Glockengeläut; de Quarxl vun Breetebarge. Lautf.: Quarx.

questn (kurzes e) swv. selt. sSüdlausitz, West- u. Ostlausitz, Schlesien `unablässig bitten und betteln, jmdn. mit Wünschen od. Fragen bedrängen´; auch queiern.

Quetsche f. 1. `Gerät zum Pressen od. Quetschen; Betrieb, wo gepresst wird´; Soaaftquetsche. - 2. umg. `enger Laden, kleine Wirtschaft, kleiner Ort´.

Quetscher m. selt. 1. `Kneipengänger´. - 2. Neukirch  `kleine, flache Flasche (für Schnaps) zum Einstecken´; mit ann Quetscher reen Kurn. Auch Booksäckl.

Quetschkommode f. scherzh. `Ziehharmonika´.

quetschn swv. `quetschen´. 1. wie litspr. - 2. `sich übermäßig lange aufhalten, zu lange sitzen bleiben´; a dr Kneipe rimquetschn.

Qui

quickegaale, quicklgaale Adj. `lebhaft (wie Quecksilber) gelb´.

Quieker Pl. abwert. °ZI Ebersbach `geringer Geldbetrag´, auch Quietscher.

Quieks m. `quiekender Schrei, quiekender Laut´.

quieksn swv. selt. `quieken´; die Buzlche quiekstn ver Freedn.

Quiere f. Pl. Quiern FN Obercunnersdorf, °ZI Ebersbach `Querfurche auf dem Feld, Querbeet, Querstück; Feldstück, das quer zum Schlag liegt; Randstück, das senkrecht auf die langen Furchen geackert wird´; anne Quiere druf machn `kreuz und quer eggen´.

quiern swv. `einen Acker quer bepflügt od. beeggt´; ´s Feld wird gequiert. Siehe Quiere!

Quietscher m. abwert. `geringer Geldbetrag´; luss oack deine poaar Quietscher steckn.

quietschesauer Adj. umg. `sehr sauer´; de Stachlbärn senn quietschesauer. Lautf.: quietschsauer.

Quietschkommode f. scherzh. `Ziehharmonika´.

quietschvergniegt Adj. umg. `sehr vergnügt´.

Quirglch m. Südlausitz, Nordböhmen 1. `wirbelnder Windstoß´; uff eemol kimmt su a Quirglch ver dr andern Seite.  - 2. `lebhaftes Kind´. Lautf.: Quurglch, Querglch, Quarglch.

quirgln swv. Süd- u. Ostlausitz `quirlen, umgehen, wirbeln, leiern, sich unter Krafteinwirkung bewegen, sich hin u. her drehen´; mer quirglt´s an Bittche rim, de Poappe quirglt durch de Zinn, undern Leutn rimquirgln `sich unter den Leuten herumdrücken´. Siehe auch quargln! Lautf.: quurgln, quergln, quargln.

Quirglwind m. Südlausitz dass. wie Zwirblwind. Lautf.: Querglwind, Quarglwind; Zwirblwind West- u. Ostlausitz.

Quirl m. 1. `hölzernes Küchengerät zum Rühren´. - 2. übertr. `sehr lebhaftes, unruhiges Kind´. - 3. `regelmäßige, sternartige Anordnung der Äste um einen Knoten beim Nadelbaum (bes. beim Christbaum)´. Lautf.: Quurl, Quarl, Ouoarl.

Quirlequietsch m. West- u. Ostlausitz 1. `Pers., die nicht weiß, was sie will od. durcheinander ist´. - 2. `unruhiges, lebhaftes Kind´. Lautf.: Quirlequitsch.

Quirler m. Südlausitz zwischen °BZ Sohland a. d. Spree und Leutersdorf dass. wie Quirl. Lautf.: Quurler.

Quirlerei f. leicht abwert. `Artikulation in Oberlausitzer Mundart´. Lautf.: Quurlerei.

quirlern swv. (in einigen Südlausitzer Ortsmundarten an der böhmischen Grenze) dass. wie quirln! Lautf.: quurlern, querlern, quarlern, quoarlern.

quirln swv. 1a. wie litspr. `mit dem Quirl (ver)rühren´. - b. `ständig in Bewegung sein´; uff´m Boahnhofe woar a Gequirle wie uff´m Schissn. - 2. `sich in Oberlausitzer Mundart artikulieren´; quirl oack ne goar su, diech verstitt ju kees! Lautf.: quurln, quoarln Westlausitz.

quittegaale Adj. `gelb wie Frucht einer Quitte; hellgelb´. Lautf.: quittngaale, quittlgaale.

Quitzdurf `Quitzdorf (ehem. Ort bei Niesky)´; dem Stausee Quitzdorf zum Opfer gefallen, heute Name einer Gemeinde im °GR.

Quo

quoabbern swv. verstr. `herausquellen, wallen des Fetts, wackeln von etw. Gallertartigem, aufsteigen von Blasen beim Kochen (von Griesbrei)´, auch quabbln.

Quoadroatloaatschn Pl. umg., scherzh. `Quadratlatschen: große Schuhe, große Füße´; nimm de Quoadroatloaatschn rieber! Mit senn grußn Quoadroatloaatschn kennt´r, wenn´s an Busche brenn tät, is Feuer austrampln. Lautf.: Quoadroatloattschn.

Quoallerch m. Westlausitz `dummes Gerede´.

quoallern swv. 1. Burkau `wallen: leicht und langsam kochen, aufkochen´; de Ardboarn quoallern. - 2. Bretnig `dummes Zeug reden´.

quoalstern (kurzes oa) swv. 1. Cunewalde `(Pfeife) rauchen´. - 2. Steina `husten u. dabei Schleim ausspucken´; wenn dar hustn tutt, doas quoalstert richtch. Lautf.: quulstern (kurzes u) Burkau.

Quoark m. `Quark´. 1. `die aus saurer Milch gewonnene weiße breiige Masse´, angerührt (u. meist mit Zwiebeln gewürzt) als Speise zu Kartoffeln od. Brot; Ziegequoark; zu Mittche gibbt´s Abern und Quoark; Quoarkkuchn; Volkvers: Butter und Quoark macht stoark, Quoark oalleene krumme (schwaache, dinne) Beene. RA: Ieß oack Quoark, doaas kihlt! Iech kunnde schunn Autofoahrn, do hoast du noa oas Quoark an Schoofanster gelaajn; Zungenbrecher: Quetsch´n Quoark bis´r quietscht. - 2. übertr. a (aaler) Quoark `etw. Wertloses, Belangloses, Nichtiges, Essen für arme Leute; Unsinn; dummes Zeug´; woaas koam raus? A aaler Quoark `nicht viel´; du loaberscht ann Quoark zusoamm! RA: De Noase a jedn Quoark steckn `alles wissn wollen, sich überall hineinhängen´. Die is ne ann Quoark anderscher.  Behiel dr oack denn Quoark! Iech duchte, iech war gutt schlofm! - Aber (ne) a aaler Quoark! Oack waajn ann raajchtn Quoark `nur wegen einer Nichtigkeit´.

Quoarkhitsche f. °ZI Kemnitz `hölzernes Gestell, in das der Quarksack gelegt wird, damit die Molke ablaufen kann´. Auch Quoarkquetsche.

Quoarkkoallchl (kurzes oa in 1. u. 2.Silbe) n. (meist Pl.) `Quarkkeulchen: im Tiegel gebackener, länglich-runder Puffer aus geriebenen, gekochten Kartoffeln oder Kartoffelbrei, Quark, Mehl, Zucker, Salz, Ei, Korinthen, etw. Zitrone u. Fett od. Öl zum Braten´. Lautf.: Quoarkkoilchl, Quoarkkoallchn, Quoarkkoilchn.

Quoarknappl n. `kleine Form zum Abmessen von Quark´.

Quoarkloaffe f. Niedercunnersdorf `verweichlichte (männl.) Person´.

Quoarkloarve f. Neugersdorf, Wittgendorf dass. wie Quoarkloaffe.

Quoarkplinse f. `Quark (mit oder ohne Kartoffelbrei) im Tiegel gebrutzelt, läuft aber nicht so breit´. Lautf.: Quoarkplinze.

Quoarkquetsche f. veralt. `Gerät für die Quarkbereitung´. Es besteht aus einem Lattenrost für den Quarksack u. einem daran befestigten Brett. Nach dem Ablaufen der Molke wird das über den Quarksack gelegte Brett mit einem Stein beschwert.

Quoarksaak m. meist im Dim. Quoarksäckl 1. `Beutel aus Leinwand, in welches die dicke Sauermilch gefüllt wird, damit die Molke ablaufen kann´; ´s Quoarksäckl truppt oab. RA: Deine Noase leeft od. truppt wie a Quoarksäckl. - 2. übertr. `schwache od. willensschwache Person´; ihr sedd mer aber a poaar Quoarksäcke! Lautf.: Quoarksack.

Quoarkschniete f. `Quarkschnitte´. 1. wie litspr. `Scheibe Brot mit Quark´; dar sitt aus wie anne oabgeleckte Quoarkschniete. - 2. scherzh. selt. `Einladung zum Patenstehen, Gevatterbrief´. Lautf.: Quoarkschnitte.

Quoarkspitzn Pl. 1. `kugeliges, mit kleinen Spitzen versehenes Gebäck aus Quark, Mehl, Zucker u. Eiern, das in Fett schwimmend gebacken u. gern zu Fastnacht gegessen wird; Teig wie für Pfannkuchen, aber mit Quarkzusatz und ohne Hefe´. Die Quoarkspitzn werden häufig mit den Quoarkkoallchln (Quarkkeulchen) verwechselt, auch einem süßes Gebäck, das aber mit zerstampften Kartoffeln und nicht in Öl schwimmend zubereitet wird. Die Quarkkeulchen haben auch keine kugelige Form mit Dornen, sondern sind platter, weil sie im Tiegel oder in der Pfanne gebacken werden. - 2. Ausdruck der Ablehnung, Abweisung, Enttäuschung `nichts´; iech hoa miech su druf gefrät, - Quoarkspitzn! `Ich habe mich so darauf gefreut, - puste Kuchen, denkst de´.

Quoarre f. Bihms Koarle `Musikinstrument (Gegenstand, Person), das unangenehme Töne von sich gibt; Knarre´. Lautf.: Quarre, Quärre.

quoarrn swv. verstr. `knarren (Türen, Dielen, Treppen, Möbel u. Stiefel)´; de Stubbtiere od. Stuffe quoarrt. Lautf.: quarrn, quärrn.

quoarzn (gedehntes oaa) swv. Obercunnersdorf, Jonsdorf `(bes. Zigaretten) rauchen´.

Quoaste f. siehe Quastl!

Quoatterch m. Großschönau `Eingekacktes´.

quoattern swv. msSüdlausitz `das Strömen des Wasser mit einem damit verbundenem gurgelndem od. schmatzendem Geräusch; Ablaufen des Niederschlages´; dr Kleene hoat´ch wieder a de Hosn gequoattert.

Quootsche f. Ostlausitz `(glücksbringende, sich im Kartoffelkeller befindende) Kröte od. Unke´. Siehe Hausgräte!

Quu

Quulsdurf (gedehntes u) `Quolsdorf (Ort der Gemeinde Hähnichen im °GR)´; de Quulsdurfer `die Einwohner von Quolsdorf´.

quurgln siehe quirgln!